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Die Gedanken sind frei - Wirklich?

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"Die Gedanken sind frei"

 Dieser Satz ist mir in letzter Zeit häufiger begegnet. Es gibt ja auch ein altes politisches Volkslied mit dem selbigen Namen, das ich erstmal nur als Kinderlied kannte zu dem meine kleine Tochter gerne singt. Hier mal ein Link dazu:

http://www.handmann.phantasus.de/g_diegedankensindfrei.html

Der Text ist von Hoffmann von Fallersleben, der u.a. das "Lied der Deutschen" schrieb und auch diverse Volks-und Kinderlieder wie "Alle Vögel sind schon da ". Seine liberale Gesinnung und "unpolitischen Texte" kosteten ihn seine Anstellung im preußischen Staatsdienst und führten ihn ins Exil..

 

Ich habe mal den Gedanken "Die Gedanken sind frei" für mich hinterfragt.

 

Meine Frage: Sind die Gedanken wirklich frei?

Irgendwie stelle ich immer mehr fest, dass sich durchaus eine Menge Gedanken in mir sozusagen "festgesetzt" haben. Wie erklärt es sich sonst, dass ich diese (oft negativen) Gedanken immer wieder denke, obwohl ich die gar nicht haben will? 

 

Da kommt gerade wieder so ein Gedanke in mir hoch: "Katja, so ein Quatsch. Wie dumm du bist!" Ich verscheuche den sogleich.... eh klar!

Aber, der lässt sich nicht verscheuchen. Schon kommt er wieder, aber woher? Der kommt nicht von draußen dahergeflattert. Der kommt aus MIR! 

 

Kennt ihr solche Gedanken oder Momente?

Es gibt ja allerlei Ideen und Ansätze mit denen man lernen kann wieder positiver zu denken, die 'Positive Psychologie' und die positiven Affirmationen, die überall im Netz und in Büchern herumgeistern (die ich im übrigen auch durchaus selber anwende). Bestimmt haben viele von euch das schon ausprobiert und gemerkt: Einen negativen Gedanken einfach so durch einen positiven Gedanken zu ersetzen, das geht nicht so einfach . In uns gibt es Gedanken, wie oben erwähnt, die wir in unserem Leben schon so oft gedacht haben, dass sie sich in unserem System als GLAUBENSSATZ festgesetzt haben. Ein neuer Gedanke kommt dagegen eigentlich gar nicht an - man müsste den neuen dann Hunderte, tausende, ja abertausende Male sagen, bis der die gleiche Macht bekommt. Oder? 

 

Es hilft nichts: wir müssen uns der alten negativen Glaubenssätze in uns bewusst werden, anfangen sie ehrlich anzuhören und sie nicht mehr verscheuchen. Die wollen gehört werden, angenommen werden und haben uns womöglich noch mehr zu sagen... 

 

Das ist wie mit dem Drachen in dem Kinderbuch von Jack Kent: Drachen gibt's doch gar nichtwenn wir ihm wieder Liebe und Aufmerksamkeit schenken, wird er von alleine wieder klein.  Und so manch anderer Drache, böse Geist, Vampir oder Monster in uns sucht sich vielleicht einen anderen Ort zum Wohnen, wenn er merkt bei uns gibts keine Pfannkuchen mehr zu holen, denn die essen wir fortan ganz alleine auf!

Ein Schlussgedanke

Ja, die Gedanken sind frei, aber am Ende sind wir es vielleicht selbst, die dafür sorgen, dass sich Gedanken auch in uns festsetzen indem wir sie füttern, es ist also an uns einen Weg zu finden, um uns von alten Glaubensmustern (genauso wie Ängsten) wieder aktiv zu lösen und uns an Neues zu binden, was uns mehr nützt und Freude bringt!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sonja (Mittwoch, 19 Dezember 2018 18:06)

    Interessante Sichtweise :) so hab ich das noch gar nicht betrachtet! Schönen Abend.
    LG https://die-gedanken-sind-frei.home.blog/